VERIBIO

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Projekt­beschreibung

Verifikation neu gedacht

Ein interdisziplinäres Forschungsvorhaben zur Stärkung der biologischen Rüstungskontrolle

Das Biowaffenübereinkommen verbietet Biowaffen bereits seit 1975 – doch anders als im nuklearen oder chemischen Bereich fehlt bis heute ein verbindlicher Mechanismus, der die Einhaltung überprüft. Ein Versuch, dies zu ändern, scheiterte 2001. Erst 2022 haben die Vertragsstaaten die Verhandlungen wieder aufgenommen. VERIBIO setzt genau hier an.

Gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen der Förderrichtlinie zur naturwissenschaftlich-technischen Friedens- und Konfliktforschung.
Laufzeit: 2024–2028.

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6 Arbeits­pakete

4 Jahre Laufzeit

5 Transfer­partner

2 Univer­sitäten

INTERDISZIPLINÄRE FORSCHUNG

Wie Technik und Politikwissenschaft ineinandergreifen

Die wissenschaftliche Methodik von VERIBIO basiert auf der engen Verknüpfung von digitaler Prozessüberwachung und rüstungskontrollpolitischer Analyse, um eine zeitgemäße Verifikation biologischer Gefahren zu ermöglichen.

petrischale

Datengestützte Prozessüberwachung

Im Fokus der biotechnologischen Forschung steht die Entwicklung eines datengestützten Frühwarnsystems für industrielle Anlagen.

politics veribio

Politikwissenschaftliche Analyse & Rüstungskontrolle

Die technologische Entwicklung wird durch eine umfassende Analyse der globalen rüstungskontrollpolitischen Rahmenbedingungen begleitet.

projektbeschreibung

Ablauf & Verifikationskonzept

Die technische und die politikwissenschaftliche Ebene sind eng miteinander verzahnt: Erkenntnisse aus der Prozessüberwachung fließen in die Entwicklung eines Verifikationskonzepts ein – und umgekehrt.

Verifikation neu gedacht

Von der Forschung in die Politikberatung

Unsere Ergebnisse fließen direkt in internationale BWÜ-Verhandlungen ein – durch Publikationen, Policy Papers und den direkten Austausch mit Entscheidungsträger*innen.

projektbeschreibung

Sechs Arbeitspakete, ein gemeinsames Ziel

Um ein praxisnahes und verlässliches Verifikationsmodell zu erarbeiten, teilt sich das Projekt in sechs komplementäre Arbeitspakete auf. Diese führen das Vorhaben systematisch von der theoretischen und historischen Grundlagenforschung über die datengestützte Laborpraxis bis hin zum finalen Politiktransfer.

AP 1 — Mikroorganismen-Profile erstellen

Wir untersuchen, wie sich Bakterien und Hefen beim Wachstum in Bioreaktoren verhalten – und welche Prozessdaten verraten, wenn ein Reaktor zweckentfremdet wird. Basis dafür sind Kultivierungen von E. coli-Stämmen sowie zwei weiteren Mikroorganismen.

Auf Basis der gesammelten Daten entsteht ein Algorithmus, der Anomalien in Bioprozessen erkennt – ein Prototyp für ein zukünftiges Compliance-Monitoring, das Betriebsgeheimnisse schützt. (UHH · CoSy.Bio · 43 PM)

Wir analysieren, welche naturwissenschaftlichen Entwicklungen sich für eine BWÜ-Verifikation eignen, und entwickeln gemeinsam mit der Industrie ein praxisnahes Konzept. (UHH · ZNF · 30 PM)

Eine politikwissenschaftliche Dissertation untersucht, wie ein Verifikationsmechanismus konkret im BWÜ-Regime verankert werden könnte – gestützt auf historische Analysen und Experteninterviews. (UHH · ZNF · 48 PM)

Wir entwickeln eine Theorie multilateraler Verifikation, die über das BWÜ hinausgeht und private sowie wirtschaftliche Akteure einbezieht. (UHH · ZNF · 34 PM)

Organisatorische Steuerung der gesamten Nachwuchsgruppe: Kommunikation, Ressourcen, Qualifizierung der Doktorand*innen. (UHH · ZNF · 5 PM)

Zeitlicher Ablauf · 48 Projektmonate

Zeitstrahl 2024 – 2028

Grobe zeitliche Aufteilung der sechs Arbeitspakete über die Projektlaufzeit (Okt 2024 – Sep 2028). Balkenlängen folgen der im Antrag beschriebenen Phasenlogik; Meilensteine und Datenübergaben sind hervorgehoben.

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